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  • ANMERKUNGEN ZUM VORKOMMEN DER KREUZOTTER IM RAUM FULDA

     

    zwei junge Kreuzottern Aug.2008

     Erstaunlicherweise sind einige Populationen der Kreuzotter (Vipera berus)

    im Fuldaer Land  sehr stabil und individuenstärker als manche der bekannten

    Bestände im hessischen Teil der Rhön, obwohl die besiedelten Flächen

    wesentlich kleinräumiger und/oder isolierter sind; diese beachtenswerte Entwicklung

    hält seit Ende der 90er Jahre bis heute an. Es handelt sich hierbei um Bahndämme,

    Straßenböschungen und Feuchtwiesen entlang der Fluss- und Bachläufe;

    allen Standorten gemein ist der direkte Anschluss an ein größeres Waldgebiet.

    Innerhalb der Waldbereiche werden Wegränder, Schneisen und Lichtungen bewohnt,

    oft kommt auch hier den Straßenrändern und Gräben eine hohe Bedeutung

    für die weitere lokale Verbreitung der Art zu.

     In einem bestimmten Untersuchungsgebiet wurden allein in diesem Spätsommer 2008
    zwischen dem 10. und 29.08.
    5 Würfe Jungvipern (in der Region im Schnitt jeweils 10 Tiere) festgestellt, zudem konnten in unmittelbarer Umgebung mehrere noch

    trächtige Weibchen beobachtet werden. Da die natürlichen Ausfälle der Neugeborenen

    bereits im ersten Winter in ungünstigsten Fällen bei bis zu 100 % liegen, ist eine hohe Reproduktionsrate

    bei Kreuzottern besonders wichtig. Hinzu kommt, dass ein weibliches Tier in der Regel nur alle 2 ? 3 Jahre paarungsbereit

    ist; auf die Problematik der spät im Jahr (bis Ende Oktober) gebärenden Weibchen wird in einem späteren Beitrag

    näher eingegangen werden.

    Junge KreuzotterDie Entfernung der Jungen vom Geburtsplatz vollzieht sich während der ersten
    4 Lebenswochen, wobei einzelne Tiere durchaus am Ort verbleiben ? die Tendenz

    zur Abwanderung scheint dennoch die Regel zu sein. Sofern günstige Lebensräume

    in nächster Umgebung zur Verfügung stehen, werden sie in kurzer Zeit besiedelt.

    Die Nahrung besteht bis ungefähr zum 2. Lebensjahr aus juvenilen Echsen,

    vornehmlich Waldeidechsen (Lacerta vivipara) ? wohl aufgrund der Verfügbarkeit,

    da weit häufiger der Lebensraum mit L. v. geteilt wird als mit der Zauneidechse (Lacerta agilis)

    ? sowie Jungfröschen (Ranae). Bei Kreuzottern kommt es ab der subadulten Phase

    zu einer bemerkenswerten Nahrungsumstellung: von nun an besteht die Beute hauptsächlich aus Kleinsäugern, vor allem Mäusen jeder Art, wobei weiterhin Eidechsen und Frösche zum Spektrum

    gehören, allerdings eher eine untergeordnete Rolle spielen.

    Die aktuelle Gefährdungssituation der verschiedenen

    (Teil-)Bestände im hiesigen Raum sowie mögliche unterstützende Maßnahmen
    (wohldurchdachte zielgerichtete Optimierung einzelner Habitate, Unterlassen
    jeglicher Mäharbeiten ? ?Pflegemaßnahmen? ? in besonders sensiblen Bereichen etc.)
    werden an dieser Stelle noch ausführlich zu behandeln sein.


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